Vom See ans Meer und durch den Regenwald zum Gletscher

Meine Lieben,

am Montag musste ich mich leider vom gemütlichen Wanaka verabschieden, vorher habe ich mir am See aber noch einen leckeren Pie zum Frühstück schmecken lassen 🙂

Anschließend ging es dann los in Richtung Haast. Der Weg dorthin führt über den Haast-Pass an der Westküste entlang und ist einfach traumhaft schön.

Entlang der Strecke gibt es zahlreiche Lookout-Punkte und kleine Wanderungen. Da ich es nicht allzu eilig hatte, legte ich mehrere Stopps ein. Zunächst beim wirklich herrlichen Lake Hawea:

Lake Hawea Lake Hawea 2 Lake Hawea 3

Wie es sich für eine Pass-Straße gehört, gab es hier auch unzählige Kurven. Langsam macht mir das Fahren in den Bergen doch tatsächlich Spaß 🙂

Als ich einen Wegweiser zu den Blue Pools sah, musste ich dort einfach hin. Und ich wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Der Name ist wirklich Programm:

Blue Pools2 Blue Pools3 Blue Pools_Fotor Blue Pools4

Auch wenn ich auf dem Weg dorthin diese Hängebrücke überwinden musste:

Brücke Blue Pools

Eine weitere Herausforderung meiner Höhenangst 😉

Nach kurzer Fahrt machte ich mich dann auf den Weg zum Haast-Pass-Lookout. Der anstrengende Aufstieg auf 562m hat sich wirklich gelohnt:

Haast Lookout2 Haast Lookout 3 Haast lookout ich2

Eine Bank zum Ausruhen und Aussicht gibt es auch:

Bank Haast Lookout

Langsam macht mir das Wandern, zumindest von überschaubaren Strecken und in meinem eigenen Tempo wirklich Spaß 🙂

Auch wenn dieser Aufstieg doch recht steinig und steil war:

Weg Haast Lookout weg aast lookout2

Aber ich will ja auch fürs Tongariro-Crossing auf der Nordinsel trainieren 😉

Weiter in Richtung Haast gab es auch einige Wasserfälle zu bewundern:

Waterfall Haast 3 Waterfall Haast 2 Waterfall Haast Waterfall_Haast_hoch2

Puh..so langsam holte mich doch wieder die Müdigkeit ein. Und so war ich sehr froh, gegen Nachmittag in Haast angekommen zu sein und mich mit Koffein versorgen zu können.

Wieder fit, ging es zur Jackson Bay. Ein schnuckeliges Plätzchen direkt am Meer:

Jackson BayJackson Bay2

Ja, da war es endlich wieder…mein geliebtes Meer 🙂 Ich muss sagen, dass ich dort doch wirklich besser durchatmen kann als am See…warum auch immer…Aber diese unendliche Weite wirkt einfach verzaubernd und befreiend auf mich.

Um mir nach der langen Fahrerei heute die Beine etwas zu vertreten, beschloss ich noch einen Walk zu machen:

Walk Jackson Bay

Und der hat sich wirklich gelohnt: Nach einem gemütlichen Spaziergang durch den angenehm leicht kühlen Schatten des Regenwalds kam ich in eine einsame Bucht:

Walk Jackson Bay 5 Walk Jackson Bay 4 Walk Jackson Bay 3Bucht Jackson Bay

Traumhaft ist dafür die totale Untertreibung!

Da ich noch die Berichte über meine Zeit in Wanaka und den Weg hier nach Haast schreiben wollte und auch die Fotos noch bearbeitet und gespeichert werden wollten, machte ich mich gegen frühen Abend auf den Weg zurück zum Hostel.

Auf meinen Spaziergängen an diesem Tag bin ich mir immer sicherer geworden, dass ich wirklich lernen will mir selbst Geborgenheit zu schenken. Mal schauen wie und ob das so klappt und was mir dafür als wichtig erscheint.

An diesem Tag ist es definitiv endlich wieder mehr Ruhe als im Dorm zu haben. Daher habe ich mir für diese Nacht den Luxus eines Einzelzimmers gegönnt 🙂 Wenn es doch immer soo einfach wäre….

Am nächsten Tag hat mir mein lieb gewonnenes Neuseeland wieder einmal bewiesen, wie nah hier die unterschiedlichsten Landschaften beieinander sind.

Nach meiner Abfahrt in Haast habe ich meine Mittagspause am Strand der wunderschönen Bruce Bay verbracht. Das er zu den 10 schönsten Stränden Neuseelands gehört, kann man bei diesen Bildern wohl gut verstehen, oder?

Bruce Bay1 Meer Tasman Sea Schild Bruce Bay

Ich weiß zwar nicht wer mit dem Brauch dort beschriftete Steine abzulegen angefangen hat und was es genau damit auf sich hat, aber ich habe dann auch einen dort gelassen. Da heute der vierte Todestag meiner Mutter war – unfassbar, dass es schon soo lange her ist – habe ich ihr den Stein gewidmet.

Stones Bruce Bay

Auch wenn ich es nicht immer einfach mit ihr hatte, werde ich sie nie vergessen! Natürlich musste ich daher an diesem Tag auch das ein oder andere Tränchen vergiessen, aber es ging mir hier trotzdem viel besser als in den letzten Jahren an ihrem Todestag in Münster, wo mich sehr viele Orte an sie und an gemeinsame Erlebnisse erinnern.

Vielleicht sollte ich Münster auf Dauer wirklich mal verlassen. Berlin reizt mich ja immer noch 😉 Aber erstmal will ich die Zeit hier weiter genießen.

Nach der wirklich chilligen Pause am Meer und einem Lachssandwich mit frischem Lachs von einer am Weg gelegenen Lachsfarm, ging es weiter Richtung Franz Josef Gletscher, wo ich die nächsten Tage verbringen werde. Auf dem Weg dorthin kam ich auch am Lake Matheson vorbei. Mein Entschluss den See zu umrunden hat sich wirklich gelohnt:

walk lake matheson lake matheson lake matheson2

Der Regenwald um den See herum bietet einen wahnsinnigen, schon fast irrealen Kontrast zu den hohen Bergen fast nebenan.

Anschließend wollte ich mir den Fox Gletscher aber auch nicht entgehen lassen. Der Weg dorthin war jedoch um einiges anstrengender….Aber auch diese Strapazen waren ihre Mühe wert:

Fox2 Fox1 Franz Josef and me_FotorAuf dem Weg zurück zu Sir Henry musste ich doch darüber nachdenken, wie sehr man an diesem Gletscher die Auswirkungen des Klimawandels sehen kann. Im Jahr 2008 war er nämlich noch doppelt so lang. Echt traurig!!! Irgendwann wird der Gletscher wohl leider ganz geschmolzen sein. Wenn es doch nur endlich eine Lösung für dieses Klimaproblem gäbe. In diesem Moment hatte ich im Hinblick auf meine CO2-Bilanz meiner Flüge und meines Roadtrips hier doch tatsächlich ein schlechtes Gewissen. Hmm..Aber dieser See kurz vorm Parkplatz, lenkte meine Aufmerksamkeit gleich wieder auf die Schönheit der Natur hier 😉

See Fox2 See Fox

Wenn die Sonne am Gletscher untergeht, fühl ich mich fast wie in einer Märchenwelt 😉

Franz Josef Sundown_Fotor

Was ich in den nächsten Tagen noch hier an aufregenden Sachen erleben werde, hier werdet es im nächsten Bericht erfahren. Vielleicht gibt es nächstes Mal sogar zwei Videos 😉

Sonnige Grüße

Martina

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